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Das Telefon klingelt...Tobias ist dran, um wohl noch die letzten Details der nächsten Wintertour mit mir zu beschnacken.

"Moin, scheiße, ich habe eben Basketball gespielt und bin umgeknickt!" Echt scheiße, denk ich und es ist schlimmer als erwartet: Mit einem Kapselriss am Sprunggelenk kann er definitiv nicht an der nächsten Wintertour, die in einer Woche losgehen soll, teilnehmen.

So mache ich mich, nachdem ich bei Monika Bär seine Busfahrt storniert habe, die Reiseagentur hat sich dabei übrigens sehr kulant verhalten, alleine auf den Weg nach Norwegen.

Ich habe über zwei Wochen Zeit, um den See Songavatnet von Haukeligrend startend im Uhrzeigersinn zu umrunden, kann mir also gut Zeit lassen.

Die Anreise ist mit dem Rollbrett, das ich unter die Pulka geschnallt habe, einiges angenehmer. Der Schlitten wiegt ja immerhin 35 Kg, plus 17 Kg Rucksackgewicht kommt ein stattliches Gepäck zusammen, das Mitreisende  im Bus etwas verdutzt gucken lässt.

Das Wetter auf dieser Tour hat es mal wieder gut mit mir gemeint. Ich hatte viele Sonnentage, aber auch einen heftigen Sturmtag, der dem Zelt seine Grenzen aufzeigte.

Die Kälteste Nacht lag im Februar bei minus 19,1°C, in meinem neuen Schlafsack (Ausrüstungsliste) war das wie eine laue Sommernacht. Ich konnte die Tüte nicht mal schließen.

Eine Tour zu zweit ist natürlich lustiger, ich habe mir auf diesem Trip zur Ablenkung einen MP3-Player mit 60 Titeln sowie drei Bücher mitgenommen.

Eine Solotour hat somit eher meditativen Charakter, bei dieser Landschaft verständlich. Man ist Gott dort oben wohl sehr nah. Die Naturgewalten zeigen einem auch klar, wer der Boss hier ist.

Auf dieser Tour habe ich in den knapp zwei Wochen, bis auf zwei Skifahrer, die auf der anderen Talseite meine Route kreuzten, keine Menschenseele getroffen.

Es war eine angenehme Tour mit viel Glück beim Wetter und der Möglichkeit, schöne Bilder zu schießen.