Gästebuch

 

 

„Zwei Wochen...Einsamkeit und Entbehrung... in Eis und Schnee... phantastische Momente unglaublicher Stille... im Größten Nationalpark Norwegens... Hardangervidda solo 2002."

Naja, ganz so extrem, wie ich es in dem Vorspann meines Videos beschrieben habe war diese Tour nun nicht.

Ich hatte keine minus 30°C und richtig stürmisch war es auch nur eine Nacht, dafür aber richtig. Da ich jedoch allein unterwegs war, hatte diese Tour nun doch ihren Reiz, war ich doch in den zwei Wochen nur einer Menschenseele begegnet. In dieser gewaltigen Naturlandschaft fühlt man sich nie einsam...

Petrus hat es Ende März wirklich gut mit mir gemeint, er schenkte mir zahlreiche Sonnentage, so dass ich viele schöne Aufnahmen mit meinem Digitalcamcorder machen konnte.

Nach der Tour habe ich die 4 1/2 Stunden Rohmaterial zu einem Film zusammen geschnitten. Den Vorspann findet ihr im Bereich Multimedia.

Der einzige Versuch ein Iglu zu bauen scheiterte nach 2 Stunden leider an dem etwas bröseligen Schnee und der wohl fehlenden Praxis im Schneehausbauen.

Auf der nächsten Tour klappt es dann bestimmt.

Ich hatte mir zwei Bücher mitgenommen und auch beide gelesen.
Die Kälteste Nacht lag bei minus 20 °C, was noch recht angenehm war, obwohl mein Kunstfaserschlafsack mittlerweile schon an Volumen nachlässt.

Etwas unerwartetes passierte mir dann doch: Als ich entlang eines großen Findlings in die Tiefe schauen wollte, wurde ich plötzlich auf die Knie gezwungen, weil meine Minipulka die zwei Meter hinabgestürzt war. Ich konnte grad noch den Rucksack lösen und das 30 kg schwere Ding wieder hinauswuchten. Bis auch ein paar Kratzer blieb zum Glück alles unbeschadet.

Die Minipulka ist ein Eigenbau auf der Basis eines Kunstoffrodels. Ich habe Alukufen drunter geschraubt und ein Zuggestänge aus Bambusstangen angebracht und war sehr damit zufrieden....

Ostersonntag gab es zum Mittagessen Naturostereier, sprich Datteln, die viel besser schmecken, als der Zuckerkram aus toten Weihnachtsmännern.

Hier die komplette Ausrüstungsliste für Wintertouren.

Teilweise war das Wetter so gut, dass eine Ganzkörperbräunung möglich war.

Es war eine spannende Tour mit vielen schönen Momenten...